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Schweiß

Schwitzen ist eine normale Funktion unseres Körpers, um ihn vor Überhitzung zu schützen. Wenn dem Körper zu warm wird oder in unserem Umfeld die Temperatur zu hoch ist, tritt Schweiß aus den dafür zuständigen Drüsen und wir schwitzen. Dieser Vorgang läuft über das vegetative Nervensystem, das dem Gehirn meldet, dass es zu warm ist. Über unseren Körper verteilt befinden sich dabei mehr als zwei Millionen Schweißdrüsen, die in manchen Regionen in einer höheren Konzentration vorzufinden sind als in anderen. Vor allem im Bereich der Achseln, der Stirn, den Handflächen und der Fußsohlen sind die meisten Schweißdrüsen zu finden. Schweiß besteht aus Wasser, Harnstoff, Ammoniak, Natriumchlorid, Milchsäure, anorganischen Salze, Harnsäure und über 200 weiteren Stoffen. Aufgrund des sauren ph-Wertes von 4,5 bildet Schweiß auf unserer Haut einen Säureschutzmantel, der Krankheitserreger abwehren kann. Wer in die Sauna geht, nutzt die Funktion des Schwitzens sogar, um Giftstoffe über den Schweiß aus dem Körper auszuscheiden.

Die zwei Arten von Schweißdrüsen
Es gibt zwei verschiedene Formen von Schweißdrüsen, die in unserem Körper sind. Die ekkrinen Schweißdrüsen sorgen dafür, dass unser Wärmehaushalt, also unsere Körpertemperatur, geregelt wird. Diese Form der Drüsen ist für die Schweißbildung zuständig. Die ekkrinen Schweißdrüsen werden über das vegetative Nervensystem gesteuert.

Die zweite Form der Drüsen sind die apokrinen Drüsen. Sie sind für die Duftstoffe zuständig. Jeder Mensch hat einen eigenen und individuellen Körpergeruch. Für diesen sind die apokrinen Schweißdrüsen gemeinsam mit Talgdrüsen zuständig. Der Schweiß tritt an die Hautoberfläche und gelangt von dort an die feinen Härchen. Die Aktivität der apokrinen Drüsen wird durch Hormone gesteuert. Männer haben eine stärkere Geruchsentwicklung als Frauen. Das liegt an den höheren Testosteronwerten. Frauen hingegen riechen "lieblicher", weil sie mehr Östrogen haben.egt an den höheren Testosteronwerten. Frauen hingegen riechen "lieblicher", weil sie mehr Östrogen haben.

Zwar sind die apokrinen Drüsen für die Duftstoffe des Körpers zuständig, doch verursachen diese nur den allgemeinen Körpergeruch, der von Mensch zu Mensch variiert. Der strenge Schweißgeruch liegt in einer anderen Ursache begründet. Grundsätzlich ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, dass der typische strenge Schweißgeruch sofort nach Austritt des Schweißes entsteht. Dies ist jedoch nicht der Fall. Der strenge Geruch entsteht erst, wenn der Schweiß mit Hautbakterien in Berührung kommt und ein Zersetzungsprozess einsetzt. Gerade Bereiche an denen sich naturgemäß Haare befinden wie unter den Achseln, lagern sich auf der Haut mehr Bakterien ab als in anderen Körperregionen. Somit kommt es auch hier aufgrund der Achselwärme und dem Hautmilieu besonders schnell zu einer unangenehmen Geruchsbildung.

Schwitzen ist lebensnotwendig!
Grundsätzlich ist Schwitzen und Schweiß lebensnotwendig. Doch Schwitzen und Schweiß können auch zur Qual werden, nämlich dann, wenn der Körper zu viel Schweiß produziert und nicht nur, wenn es heiß ist oder man sich körperlich betätigt hat. Genug Menschen erleben täglich, wie Schweiß zu einem echten Hindernis für sie wird. Ohne große körperliche Anstrengung, ohne heißes Wetter und ohne Sport gemacht zu haben schwitzen sie. Die Kleidung wird am Rücken und unter den Achseln nass. Was bleibt sind nicht nur unschöne Flecken, sondern gerade bei starkem Schwitzen setzt der beschriebene üble Geruch ein, der auch durch den Gebrauch von Deos in vielen Fällen nicht verhindert werden kann.

Ursachen für eine übermäßige Schweißproduktion
Starkes Schwitzen das über ein normal empfundenes Maß ansteigt und zur Belastung wird, kann verschiedene Ursachen haben. In der Medizin wird übermäßiges Schwitzen am Tag als Hyperhidrose bezeichnet. Alleine die Tatsache, dass die Medizin für diesen Zustand einen eigenen Begriff hat, zeigt, dass es sich dabei um ein ernstzunehmendes Problem handelt. Das Beschwerdebild kann dabei mit erkennbarem Grund oder auch nur temporär als vorübergehender Zustand auftreten. Eine große Zahl der Betroffenen leidet dabei bereits seit ihrer Kindheit oder Jugend an starkem Schwitzen und extremem Schweiß. In diesen Fällen sind Körperregionen, an denen sich viele Schweißdrüsen befinden wie die Achseln, Stirn, Hände und Füße feucht oder sogar schweißnass, obwohl weder eine hohe Außentemperatur vorliegt noch eine körperliche Aktivität durchgeführt wurde.

Tritt allerdings das Problem plötzlich ein, dann kann das starke Schwitzen und der übermäßige Schweiß in einer besonderen Belastung oder einer körperliche Veränderung begründet liegen. Beispiele sind übermäßiger Stress, die Wechseljahre, Angststörungen, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, Übergewicht, Hormonstörungen, Nervenstörungen, Krebsleiden oder auch eine Schilddrüsenüberfunktion. Auch bei der Einnahme bestimmter Medikamente kann starker Schweiß als Nebenwirkung auftreten.

Selbstverständlich sollte man die Ursachen von einem Arzt abklären lassen. Doch gerade, wenn man unter übermäßigem Schweiß leidet, ohne dass eine Krankheit als Grund vorliegt, sondern starke Schwitzen vor allem in Stresssituationen auftritt, dann sind die meisten Betroffenen oft verzweifelt auf der Suche nach einer Lösung, um dem Problem ein Ende zu setzen.

Denn starkes Schwitzen hat starke Auswirkungen auf das Alltagsleben und kann in vielen Fällen die Lebensqualität deutlich einschränken. Kein Wunder, denn Assoziationen, die den meisten Menschen beim Wort "Schweiß" sofort in den Sinn kommen, sind "ungepflegt", "unappetitlich" und "unsauber". Es ist also nicht verwunderlich, dass viele Betroffene, die unter starkem Körperschweiß leiden, sich schämen und Angst haben, von ihrem Umfeld verurteilt zu werden. Und leider ist es bittere Realität, dass Menschen, die stark schwitzen schnell als eklig und unangenehm abgestempelt werden.

Schnell kann dabei übermäßiges Schwitzen zum echten Problem mit teilweise schlimmem Konsequenzen werden. Das starke Schwitzen führt dazu, dass der Betroffene sich unwohl fühlt. Er schämt sich. Die natürliche Konsequenz: Situationen, in denen er noch mehr schwitzen könnte, werden vermieden. Im Sommer bleibt er im kühlen Haus, Sport macht er keinen. Das wiederum führt dazu, dass eine soziale Isolation eintritt. Von Freunden zieht er sich zurück, neue Freunde lernt er gar nicht erst kennen, weil er sich selbst die Chance dazu verwehrt.

Was tun, um die übermäßige Schweißproduktion zu stoppen?
Wie weiter oben bereits angeführt, versagen bei starkem Schweiß und Schwitzen die meisten herkömmlichen Deodorants und Antiperspirants. Eine Möglichkeit, dem Schweiß Einhalt zu gebieten, ist die Entfernung der Schweißdrüsen unter den Achseln etc. oder auch Botox-Spritzen. Aber zugegeben: für die meisten kommt eine Operation, die selbstverständlich mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist, überhaupt nicht in Frage. Mit einigen Tipps können Sie allerdings dem Problem zu Leibe rücken. Neigt man zu starkem Schweiß, sollte man unbedingt Tee, alkoholische Getränke, Kaffee und stark gewürzte Speisen meiden, da diese die Schweißbildung anregen. Auch ist es sehr hilfreich, Kleidung zu tragen, die aus luftdurchlässigen, natürlichen Materialien besteht wie Leinen oder Baumwolle. Natürlich sollten Sie Ihre Kleidung auch häufig waschen und täglich wechseln. Viele Betroffene schwören auch darauf, in ihre Strümpfe und Schuhe Babypuder zu streuen. Dieser hilft Schweiß zu absorbieren und hält Füße und Schuhe frisch und verhindert schlechten Geruch. Wenn Sie unter den Achseln besonders stark schwitzen, könnten Sie doppelt Stoff innen in Ihre Kleidung nähen (lassen), und schaffen es so, dass der Schweiß nicht so schnell von außen zu sehen ist.

Es sind nur kleine Tricks, und doch können sie helfen, das Leiden ein wenig geringer zu machen. Lassen Sie sich vom Schweiß nicht Ihre Lebensqualität nehmen und Ihr Leben bestimmen. Ein Handschlag kann zur Qual werden, wenn Ihre Hände schwitzen und klebrig sind. Deshalb: wenn alle herkömmlichen Tipps und Tricks nichts geholfen haben oder nicht genügend Abhilfe schaffen konnten, suchen Sie sich in jedem Fall ärztliche Hilfe. Denn übermäßiges Schwitzen ist nichts mit dem Sie sich zwingend abfinden müssen!

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