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Schwitzen

Schwitzen kennt beinahe jeder von uns. Nach dem Sport schwitzen wir, weil wir uns körperlich angestrengt haben. An warmen Tagen schwitzen wir, weil uns heiß ist, und manche schwitzen, wenn sie Angst haben, oder wenn sie aufgeregt sind. Wir schwitzen bevor wir Reden halten sollen, bevor wir ein Vorstellungsgespräch haben oder, wenn wir in der Sauna sind. In welchen Situationen wir schwitzen, und wie stark wir schwitzen ist dabei bei jedem Menschen anders. Ursache des Schwitzens sind viele verschiedene Faktoren. Vor allem wenn uns heiß ist oder wir uns körperlich anstrengen kommt es zu vermehrter Schweißbildung.

Warum wir schwitzen
In der Regel kommt es deshalb zu Schweiß, weil unser Körper unsere Körpertemperatur regulieren will. Wenn sich die Temperatur ändert, meldet das vegetative Nervensystem diese Veränderung dem Gehirn, sodass die Schweißdrüsen in Aktion treten. Schweiß wird abgesondert, damit der Körper gekühlt werden kann. Ob und wann wir schwitzen können wir nicht durch Willenskraft steuern. Aber wir können uns mit der Zeit an gewisse Temperaturen gewöhnen und schwitzen so weniger oder helfen unserem Körper durch luftige Kleidung im Sommer nicht mehr so stark zu schwitzen. Wir helfen dem Körper so dabei, sich leichter zu regulieren.

Andere Ursachen für starkes Schwitzen
Dass wir schwitzen, kann aber auch andere Ursachen haben. Beispielsweise fangen unsere Hände an feucht zu werden, wenn wir aufgeregt sind. Dies merkt man daran, dass sie klebrig werden und wir sie immerzu an unserer Kleidung abwischen wollen. Andere beginnen bei Aufregung stark unter den Achseln zu transpirieren. Oder ihnen rinnt der Schweiß den Rücken hinunter. Wo am Körper wir schwitzen oder wo am meisten Schweiß austritt, ist ebenfalls von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Und die Reaktion auf die Aufregung, den Ärger, Angst, Stress oder Hitze können wir nicht steuern. Wir können nicht beeinflussen, ob wir an einem Körperteil besonders stark transpirieren.

Krankhaftes Schwitzen
Es gibt aber auch krankhaftes Schwitzen. Schweißfüße können beispielsweise keine äußeren Umstände als Ursache haben, sondern können krankhaft bedingt auftreten. Während der Menopause, also den Wechseljahren einer Frau, kommt es ebenfalls häufig zu vermehrtem Schwitzen. Handelt es sich um eine krankhafte Form, nennt man dies im medizinischen Bereich "Hyperhidrosis". Es klingt zunächst wie ein vergleichsweise leichtes Leiden. Doch das krankhafte Schwitzen beeinträchtigt das Leben der Betroffenen enorm. Sie schwitzen in jeder nur erdenklichen Situation, selbst wenn sie sich körperlich überhaupt nicht anstrengen. Sobald sie jemandem begegnen, dem sie die Hand schütteln sollen, beginnt ihre Qual. So wird ihr Kontakt zu anderen Menschen immer anstrengender, und sie ziehen sich zurück. Beziehungen zu anderen Menschen werden vernachlässigt, und sie wollen mit sich und ihrem Problem lieber allein sein. So müssen sie anderen immerhin nicht erklären, warum sie so stark schwitzen. Und so kann ihnen auch niemand zusehen wenn ihre Kleidung dunkel verfärbt ist, sie ein Handtuch neben dem Sofa liegen haben, um sich den Schweiß abzuwischen und wie einsam sie sind. Wer stark schwitzt, ist eingeschränkt. Freunde zum gemeinsamen Kochen einladen wird schwierig. Was, wenn der Schweiß in Strömen fließt und von der Stirn direkt in den Topf oder die Pfanne tropft? Es ist nur ein Versehen, aber dennoch peinlich für den Betroffenen und unangenehm für alle Umstehenden. Neben der sozialen Isolation kommt es bei Betroffenen häufig zu Depression, Ängsten und möglichst wenig körperlicher Aktivität. Immerhin wird mit ihr der Schweiß in Verbindung gebracht. Je weniger Aktivität desto weniger Schweiß - so der Plan.

Was tun gegen krankhaften Schweiß?
Wann kommt der Zeitpunkt, an dem es ratsam ist zum Arzt zu gehen? Hier einige Punkte, die Sie beachten sollten, um zu wissen wann es an der Zeit ist, sich Hilfe beim Arzt zu suchen.

Gehen Sie dann zum Arzt wenn Sie ständig unter Schweiß leiden. Ständiger und intensiver Schweiß ist dann vorhanden, wenn Sie den Schweiß mit der üblichen Körperhygiene nicht in den Griff bekommen, er Sie in Ihrem Alltag einschränkt und Ihre einzelnen Lebensbereiche belastet.

Ein Zeichen für krankhaften Schweiß ist außerdem, wenn Sie auch ohne körperlich anstrengende Aktivitäten stark zu schwitzen beginnen. Dazu zählen nasse Handflächen und tropfender Schweiß von Stirn oder Achseln. Dazu zählt auch Schweiß, wenn es um Sie herum nicht heiß ist oder das Wetter draußen kühl ist.

Bei Grippe und anderen Infekten kommt es ebenfalls neben Fieber und Gliederschmerzen häufig zu Schweißausbrüchen. Diese gehören dabei zu den Symptomen der Krankheit, auch Schüttelfrost genannt. Das ist der ständige Wechsel zwischen starkem Schwitzen und frostigem Frieren. Ist der Infekt aber vorbei und Sie schwitzen noch immer stark, ist auch dies ein Grund zum Arzt zu gehen.

Zunächst ist Ihr Hausarzt Ihr erster Ansprechpartner. Er kann eine erste Diagnose abklären und Sie gegebenenfalls an einen anderen Facharzt weiter verweisen. Dazu können Hautärzte, Ärzte für Hormonstörungen und für Neurologie gehören.

Was Sie für sich tun können
Wer viel und stark schwitzt, braucht auch viel Wasser. Egal ob bei Sport oder durch Hitze - beim Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit. Diese muss er auf anderen Wegen aufnehmen, um Wasser und Elektrolyte in einer genügenden Menge im Körper zu haben. Andernfalls führt der Mangel an Wasser möglicherweise zu Bluthochdruck, Ohnmacht oder Nierenschädigungen.

Schweißgeruch verhindern oder vermindern Sie durch regelmäßige Hygiene bzw. die spezielle Pflege der Hautoberfläche. Denn sobald der Schweiß dort mit Bakterien in Verbindung kommt, entsteht der typische stark riechende Schweißgeruch.

Um bei Schwitzen der Füße Fußpilz zu verhindern, können Sie für die tägliche Fußpflege spezielle Desinfektionsmittel verwenden, damit Sie keine Infektionen an den Füßen bekommen.

Sie sind nicht alleine!
Starkes Schwitzen ist ein weitverbreitetes Problem, Sie müssen sich also nicht schämen oder von Ihrer Umwelt abkapseln. Es gibt zahlreiche Tipps, um dem Problem entgegenzutreten. Beachtet muss dabei werden, dass, was bei einem Betroffenen die ultimative Lösung ist, für einen andern keine Lösung des Problems sein muss. Machen Sie sich kundig und finden Sie heraus, was bei Ihnen am besten gegen das übermäßige Schwitzen hilft. In manchen Fällen kann schon eine kleine Veränderung wie luftige Kleidung aus Baumwolle oder der Verzicht auf stark gewürzte Speisen große Wirkung zeigen. Lassen Sie sich durch Schweiß nicht die Freude am Leben oder Ihr soziales Umfeld nehmen - lassen Sie nicht die Scham siegen!

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